Gesamtverkehrskonzept – Klare Prioritäten für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung
31. März 2026 – Die Mitte Baden stellt die Anliegen der Badener Bevölkerung in den Mittelpunkt und engagiert sich für effektive Massnahmen, die den Bedürfnissen der Menschen in Baden gerecht werden.
Baden, 31.03.2026 – Medienmitteilung der Mitte Baden zur Anhörung Gesamtverkehrskonzept Raum Baden und Umgebung.
Baden liegt im Zentrum des regionalen Verkehrsgeschehens, verschiedene Quartiere entlang von Verkehrsachsen sind stark betroffen. Angesichts des prognostizierten Bevölkerungswachstums ist es entscheidend, den Fokus auf wirksame und effiziente Lösungen zu legen, um die Lebensqualität der Einwohner zu sichern. Dazu gehören ein attraktives, auf Bus und Bahn ausgerichtetes ÖV-Angebot und sichere Fuss- und Veloverbindungen. Damit das breite Angebot in den Bereichen Einkauf, Dienstleistungen und Kultur weiterhin besteht, muss die Erreichbarkeit von Baden für den Individualverkehr erhalten bleiben.
Für ein zuverlässiges Busangebot sind in Bereichen wie um den Brückenkopf Ost der Hochbrücke oder um den Martinsberg Felsen separate Busspuren zu erstellen, ohne dass andere Mobilitätsarten eingeschränkt werden. Eine noch wichtigere Rolle als heute wird in Zukunft der Bahnverkehr übernehmen müssen, unter anderem, weil viele Pendler von Gebieten ausserhalb der Region zureisen. Bahnhofareale über das engere Planungsgebiet hinaus sowie ein künftiger Verbindungstunnel zwischen dem Bahnhof Baden und der Nationalbahnlinie (Sonnmatttunnel) gehören in den Richtplan. Zu verlassen sind die Ideen einer Verlängerung der Limmattalbahn oder gar eines regionalen Tramnetzes – eine Weiterentwicklung von Bus und Bahn ist wirkungsvoller, kostengünstiger und führt nicht zu noch mehr Verkehrsstau.
Die räumlichen Gegebenheiten in Baden stellen besondere Anforderungen an die Planung des Veloverkehrs. Trotz der begrenzten Platzverhältnisse ist es unerlässlich, sichere und durchgängige Veloverbindungen zu schaffen – sowohl ins Stadtzentrum als auch in die umliegenden Quartiere. Dabei müssen Lösungen für alle Altersgruppen gefunden werden, getreu dem Prinzip „von 8 bis 80“. Zum Beispiel soll ein Radweg von Wil Turgi auf der Bergseite durch den Kappelerhof geplant werden, der über parallele Nebenstrassen geführt und sicher bis zum Bahnhof Baden weitergeführt wird – ohne gefährliche Fahrbahnquerungen.
Im Planungsbericht sind als „erste Umsetzungsetappe“ eine Vielzahl von Konzepten in diversen „Handlungsfeldern“ vorgesehen. Die Mitte Baden verlangt eine Reduktion auf die Kernfragen und einen raschen Beginn entsprechender Umsetzungsarbeiten.
